Bildsprache
Fotografien sind ein grundlegender Baustein der Unternehmenskommunikation. Mit der Fotoästhetik heben wir uns deutlich von den Mitbewerbern ab und erzeugen ein dynamisches und freundliches Bild nach außen. Farbigkeit und Bildsprache sind klar definiert und lassen das Unternehmen homogen und wiedererkennbar erscheinen.

Die Beta Systems-Bildsprache teilt sich in vier Hauptgruppen:
- Imagefotografie
Bildmaterial aus dieser Rubrik schöpft aus einem Pool von Sportfotografien mit Motiven der von Beta Systems gesponsorten Mannschaften oder zugekauftem Material von Stock-Anbietern. Dieses Bildmaterial hat einen sehr dynamischen und aktiven Charakter. Damit unterstützen die Motive das Image, welches Beta Systems nach aussen vermitteln möchte.
- Reportagefotografie
Unter diese Rubrik fallen alle anderen Motive, wie z.B. Arbeitsituationen oder Mitarbeiterbilder.
- Produktfotografie
Unter diese Rubrik fallen alle anderen Motive, z.B. kontextbezogene Bilder oder Kundenfotografie. Diese Motive werden farblich nicht verändert, bleiben also in Vollfarbe erhalten. Den Produktfotografien sollte im Regelfall eine erklärende Bildunterschrift angefügt werden.
- Grafiken
Grafiken sind u.a. Icons für Produktgruppen oder Symboliken für bestimmte Abläufe oder Tätigkeiten. Weiterhin fallen Prozessgrafiken und Diagramme unter diese Rubrik.
Imageansprache vs. Produktansprache
Eine zielgruppenorientierte Ansprache ist die Grundlage für ein erfolgreiches Marketing.
Die Bildsprache des Unternehmens wird aus diesem Grund in zwei Hauptgruppen unterteilt: eine imageorientierte und eine produktorientierte Ansprache. Die zugehörigen Bildinhalte sind bereits auf der vorigen Seite beschrieben. An dieser Stelle werden die Möglichkeiten verdeutlicht, die eine eindeutige Zuordnung zu einem der beiden Bereiche zulassen.
Grundsätzlich wird die Zuordnung durch eine eindeutige Differenzierung in der Größe der Bildmotive erreicht. Imagelastige Publikationen haben deutlich größere (oder ausschließlich) Imagemotive als Produkt- oder Reportagemotive. Im Gegensatz dazu werden produktlastige Drucksachen von Produktfotografie dominiert, Imagefotografie spielt hierbei eine untergeordnete Rolle, ist jedoch in jedem Falle unverzichtbar.
Die Ausrichtung einer Publikation ist bereits auf dem Titel ersichtlich und sollte im Inhalt konsequent fortgeführt werden, d.h Imagemotiv auf dem Titel bedeutet auch Imageansprache in den Innenseiten.

Welche Größe dürfen denn nun diese Motive im Einzelnen haben?
Diese Frage beantwortet sich nicht pauschal, sondern hängt von verschiedenen Faktoren ab: Steht ein Bild allein im Layout, stehen Motive beider Ansprachetypen in Konkurrenz zueinander im Layout oder auch wie ist das Format?
Als Faustregel sollte immer gelten: die Hauptmotive haben immer mindestens die doppelte Höhe der Nebenmotive.
Ein Beispiel hierzu: In einer Imagebroschüre hat auf einer Doppelseite ein Sportmotiv (Imagemotiv) eine Höhe von 12 cm. Auf der gleichen Doppelseite sollte ein Produktmotiv die Höhe von 6 cm nicht überschreiten. Eine Doppelseite wird dabei immer als Einheit betrachtet. Bei speziellen Formaten kann die Größenregel auch über die Fläche der Motive angewendet werden. Dabei gilt auch hier die 50%-Regel. Alleinstehende Motive haben keine Konventionen bezüglich ihrer Größe.
Farbigkeit
Die Farbgebung aller Bildelemente folgt dem Farbschema, dass im Kapitel Farben festgelegt ist.
Für die Image- und Reportagefotografie gilt dabei folgender Grundsatz: Bilderzählerische Inhalte werden in Vollfarbe, Hintergründe als Duplex in blau/schwarz dargestellt. Damit wird einerseits eine Fokussierung auf das Wesentliche im Motiv erreicht, andererseits ermöglicht diese Bildbearbeitung eine sofortige Wiedererkennung des Unternehmens.
Die nachfolgenden Werte für die Färbung der Bilder sind als Näherungswerte zu betrachten. Durch unterschiedliche Grundhelligkeiten im Motiv können diese Werte variieren. Bei der Umwandlung sollte daher immer ein Referenzbild als Vergleich herangezogen werden.
Vorgehen:
- In Adobe Photoshop eine Einstellungsebene «Schwarzweiß» und eine weiter Einstellungsebene «Selektive Farbkorrektur» erstellen.
- Beide Einstellungsebenen müssen sich zwischen der Hintergrundebene und der Ebene mit den Vollfarbeininhalten befinden.
- Im Dialogfenster der Einstellungsebene «Schwarzweiß» alle Werte beibehalten.
- Im Dialogfenster der Einstellungsebene «Selektive Farbkorrektur» die Werte für «Grautöne» aufrufen und folgende Werte eingeben:

Eine vorherige Konvertierung in Graustufen ist bei dieser Verfahrensweise nicht nötig.
Bilddynamik in Reportagefotografie
Während Sportfotografien bereits von Natur aus über eine hohe Bewegungsdynamik verfügen, müssen Image- oder Reportagefotografien von unbewegten Bildinhalten durch dynamische Bildausschnitte und spezielle Aufnahmetechniken der Unternehmensbildsprache angepasst werden. Ein wesentliches Stilmittel dafür ist die Verwendung von diagonalen Bildinhalten. Diese können durch den Einsatz der Perspektive und durch ein leichtes Kippen der Kamera
erreicht werden.

Sehr flache oder überhöhte Kamerastandpunkte erzeugen weitere Spannungsmomente, ebenso wie der Einsatz von Tiefenunschärfen. Ein unscharfes Vordergrundobjekt erhöht die Tiefenwirkung des Bildes ebenso wie ein unscharfer Hintergrund, der das Hauptmotiv deutlich von seiner Umgebung abhebt.
